{"id":169,"date":"2012-04-26T15:10:44","date_gmt":"2012-04-26T14:10:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.walter-altvater.de\/?p=169"},"modified":"2012-05-23T06:12:05","modified_gmt":"2012-05-23T05:12:05","slug":"kritik-der-kritischen-kritik-oder-wie-konstruiere-ich-meine-eigene-spekulative-philosophie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.walter-altvater.de\/?p=169","title":{"rendered":"Kritik der kritischen Kritik oder:  Wie konstruiere ich meine eigene spekulative Philosophie"},"content":{"rendered":"<p>Die Version F.052 des Myschkin ist fertig und kann hier:<a href='http:\/\/www.walter-altvater.de\/?attachment_id=171' rel='attachment wp-att-171'>Myschkin_f0.52<\/a> heruntergeladen werden.<br \/>\nEs ist ein Kapitel dazu gekommen, dass sich mit der &#8222;Heiligen Familie&#8220; von Marx und Engels und vor allem mit der dort gelieferten Dekonstruktion spekulativer Philosophie befasst.<\/p>\n<p>Das neue Kapitel:<\/p>\n<p><strong>Kritik der kritischen Kritik oder:  Wie konstruiere ich meine eigene spekulative Philosophie<\/strong><br \/>\nUnter der \u00dcberschrift:<br \/>\n \u201eDas Geheimnis der spekulativen Konstruktion\u201c liefern Marx und Engels eine k\u00f6stliche Dekonstruktion g\u00e4ngiger philosophischer Methoden.<br \/>\nMan k\u00f6nnte nach dieser Methoden nicht nur die Hegelsche, sondern auch eine ganze Reihe weiterer philosophischer Systeme zerlegen.<br \/>\nGenauso gut liese sich daraus eine Art Konstruktionsplan gewinnen: Wie verliere ich mich so im Gestr\u00fcpp der Abstraktionen, dass am Schluss alles verr\u00e4tselt ist.<br \/>\nDagegen hilft nur konsequenter Nominalismus, wie ihn schon Scotus gelehrt hat.<br \/>\nAber lesen wir erst mal, was die beiden schreiben:<\/p>\n<p>     \u201eWenn ich mir aus den wirklichen \u00c4pfeln, Birnen, Erdbeeren, Mandeln die allgemeine Vorstellung \u00bbFrucht\u00ab bilde, wenn ich weitergehe und mir einbilde, da\u00df meine aus den wirklichen Fr\u00fcchten gewonnene abstrakte Vorstellung \u00bbdie Frucht\u00ab ein au\u00dfer mir existierendes Wesen, ja das wahre Wesen der Birne, des Apfels etc. sei, so erkl\u00e4re ich \u2013 spekulativ ausgedr\u00fcckt \u2013 \u00bbdie Frucht\u00ab f\u00fcr die \u00bbSubstanz\u00ab der Birne, des Apfels, der Mandel etc. Ich sage also, der Birne sei es unwesentlich, Birne, dem Apfel sei es unwesentlich, Apfel zu sein. Das Wesentliche an diesen Dingen sei nicht ihr wirkliches, sinnlich anschaubares<br \/>\nDasein, sondern das von mir aus ihnen abstrahierte und ihnen untergeschobene Wesen, das Wesen meiner Vorstellung, \u00bbdie Frucht.\u00ab Ich erkl\u00e4re dann Apfel, Birne, Mandel etc. f\u00fcr blo\u00dfe Existenzweisen, Modi \u00bbder Frucht.\u00ab Mein endlicher, von den Sinnen unterst\u00fctzter Verstand unterscheidet allerdings einen Apfel von einer Birne und eine Birne von einer Mandel, aber meine spekulative Vernunft erkl\u00e4rt diese sinnliche Verschiedenheit f\u00fcr unwesentlich und gleichg\u00fcltig. Sie sieht in dem Apfel dasselbe wie in der Birne und in der Birne dasselbe wie in der Mandel, n\u00e4mlich \u00bbdie Frucht.\u00ab Die besondern wirklichen Fr\u00fcchte gelten nur mehr als Scheinfr\u00fcchte, deren wahres Wesen \u00bbdie Substanz\u00ab, \u00bbdie Frucht\u00ab ist.<br \/>\n    Man gelangt auf diese Weise zu keinem besondern Reichtum an Bestimmungen. Der Mineraloge, dessen ganze Wissenschaft sich darauf beschr\u00e4nkt, da\u00df alle Mineralien in Wahrheit das Mineral sind, w\u00e4re ein Mineraloge \u2013 in seiner Einbildung. Bei jedem Mineral sagt der spekulative Mineraloge \u00bbdas Mineral\u00ab, und seine Wissenschaft beschr\u00e4nkt sich darauf, dies Wort so oft zu wiederholen, als es wirkliche Minerale gibt.<br \/>\n    Die Spekulation, welche aus den verschiednen wirklichen Fr\u00fcchten eine \u00bbFrucht\u00ab der Abstraktion \u2013 die \u00bbFrucht\u00ab gemacht hat, mu\u00df daher, um zu dem Schein eines wirklichen Inhaltes zu gelangen, auf irgendeine Weise versuchen, von der \u00bbFrucht\u00ab, von der Substanz wieder zu den wirklichen verschiedenartigen profanen Fr\u00fcchten, zu der Birne, dem Apfel, der Mandel etc. zur\u00fcckzukommen. So leicht es nun ist, aus wirklichen Fr\u00fcchten die abstrakte Vorstellung \u00bbdie Frucht\u00ab zu erzeugen, so schwer ist es, aus der abstrakten Vorstellung \u00bbdie Frucht\u00ab wirkliche Fr\u00fcchte zu erzeugen. Es ist sogar unm\u00f6glich, von einer Abstraktion zu dem Gegenteil der Abstraktion zu kommen, wenn ich die Abstraktion nicht aufgebe.<br \/>\n    Der spekulative Philosoph gibt daher die Abstraktion der \u00bbFrucht\u00ab wieder auf, aber er gibt sie auf eine spekulative, mystische Weise auf, n\u00e4mlich mit dem Schein, als ob er sie nicht aufgebe. Er geht daher auch wirklich nur zum Scheine \u00fcber die Abstraktion hinaus. Er r\u00e4soniert etwa wie folgt:<br \/>\n    Wenn der Apfel, die Birne, die Mandel, die Erdbeere in Wahrheit nichts anders als \u00bbdie Substanz\u00ab, \u00bbdie Frucht\u00ab sind, so fragt es sich, wie kommt es, da\u00df \u00bbdie Frucht\u00ab sich mir bald als Apfel, bald als Birne, bald als Mandel zeigt, woher kommt dieser Schein der Mannigfaltigkeit, der meiner spekulativen Anschauung von der Einheit, von \u00bbder Substanz\u00ab, von \u00bbder Frucht\u00ab so sinnf\u00e4llig widerspricht?<br \/>\n    Das kommt daher, antwortet der spekulative Philosoph, weil \u00bbdie Frucht\u00ab kein totes, unterschiedsloses, ruhendes, sondern ein lebendiges, sich in sich unterscheidendes, bewegtes Wesen ist. Die Verschiedenheit der profanen Fr\u00fcchte ist nicht nur f\u00fcr meinen sinnlichen Verstand, sondern f\u00fcr \u00bbdie Frucht\u00ab selbst, f\u00fcr die spekulative Vernunft, von Bedeutung. Die verschiednen profanen Fr\u00fcchte sind verschiedne Lebens\u00e4u\u00dferungen der \u00bbeinen Frucht\u00ab, sie sind Kristallisationen, welche \u00bbdie Frucht\u00ab selbst bildet. Also z.B. in dem Apfel gibt sich \u00bbdie Frucht\u00ab ein apfelhaftes, in der Birne ein birnenhaftes Dasein. Man mu\u00df also nicht mehr sagen, wie auf dem Standpunkt der Substanz: die Birne ist \u00bbdie Frucht\u00ab, der Apfel ist \u00bbdie Frucht\u00ab, die Mandel ist \u00bbdie Frucht\u00ab, sondern vielmehr: \u00bbdie Frucht\u00ab setzt sich als Birne, \u00bbdie Frucht\u00ab setzt sich als Apfel, \u00bbdie Frucht\u00ab setzt sich als Mandel, und die Unterschiede, welche Apfel, Birne, Mandel voneinander trennen, sind eben die Selbstunterscheidungen \u00bbder Frucht\u00ab und machen die besondern Fr\u00fcchte eben zu unterschiednen Gliedern im Lebensprozesse \u00bbder Frucht.\u00ab \u00bbDie Frucht\u00ab ist also keine inhaltslose, unterschiedslose Einheit mehr, sie ist die Einheit als Allheit, als \u00bbTotalit\u00e4t\u00ab der Fr\u00fcchte, die eine \u00bborganisch gegliederte Reihenfolge\u00ab bilden. In jedem Glied dieser Reihenfolge gibt \u00bbdie Frucht\u00ab sich ein entwickelteres, ausgesprocheneres Dasein, bis sie endlich als die \u00bbZusammenfassung\u00ab aller Fr\u00fcchte zugleich die lebendige Einheit ist, welche jeder derselben ebenso in sich aufgel\u00f6st enth\u00e4lt als aus sich erzeugt, wie z.B. alle Glieder des K\u00f6rpers best\u00e4ndig in Blut sich aufl\u00f6sen und best\u00e4ndig aus dem Blut erzeugt werden.<br \/>\n    Man sieht: wenn die christliche Religion nur von einer Inkarnation Gottes wei\u00df, so besitzt die spekulative Philosophie soviel Inkarnationen, als es Dinge gibt, wie sie hier in jeder Frucht eine Inkarnation der Substanz, der absoluten Frucht besitzt. Das Hauptinteresse f\u00fcr den spekulativen Philosophen besteht also darin, die Existenz der wirklichen profanen Fr\u00fcchte zu erzeugen und auf geheimnisvolle Weise zu sagen, da\u00df es Apfel, Birnen, Mandeln und Rosinen gibt. Aber die \u00c4pfel, Birnen, Mandeln und Rosinen, die wir in der spekulativen Welt wiederfinden, sind nur mehr Schein\u00e4pfel, Scheinbirnen, Scheinmandeln und Scheinrosinen, denn sie sind Lebensmomente \u00bbder Frucht\u00ab, dieses abstrakten Verstandeswesens, also selbst abstrakte Verstandeswesen. Was sich daher in der Spekulation freut, ist, alle wirklichen Fr\u00fcchte wiederzufinden, aber als Fr\u00fcchte, die eine h\u00f6here mystische Bedeutung haben, die, aus dem \u00c4ther deines Gehirns und nicht aus dem materiellen Grund und Boden herausgewachsen, die Inkarnationen \u00bbder Frucht\u00ab, des absoluten Subjekts sind. Wenn du also aus der Abstraktion, dem \u00fcbernat\u00fcrlichen Verstandeswesen \u00bbdie Frucht\u00ab, zu den wirklichen nat\u00fcrlichen Fr\u00fcchten zur\u00fcckkehrst, so gibst du dagegen den nat\u00fcrlichen<br \/>\n Fr\u00fcchten auch eine \u00fcbernat\u00fcrliche Bedeutung und verwandelst sie in lauter Abstraktionen. Dein Hauptinteresse ist es eben, die Einheit \u00bbder Frucht\u00ab in allen diesen ihren Lebens\u00e4u\u00dferungen, dem Apfel, der Birne, der Mandel, nachzuweisen, also den mystischen Zusammenhang dieser Fr\u00fcchte, und wie in jeder derselben \u00bbdie Frucht\u00ab sich stufenweise verwirklicht und notwendig, z.B. aus ihrem Dasein als Rosine, zu ihrem Dasein als Mandel fortgeht. Der Wert der profanen Fr\u00fcchte besteht daher auch nicht mehr in ihren nat\u00fcrlichen Eigenschaften, sondern in ihrer spekulativen Eigenschaft, wodurch sie eine bestimmte Stelle im Lebensprozesse \u00bbder absoluten Frucht\u00ab einnehmen.<br \/>\n    Der gew\u00f6hnliche Mensch glaubt nichts Au\u00dferordentliches zu sagen, wenn er sagt, da\u00df es \u00c4pfel und Birnen gibt. Aber der Philosoph, wenn er diese Existenzen auf spekulative Weise ausdr\u00fcckt, hat etwas Au\u00dferordentliches gesagt. Er hat ein Wunder vollbracht, er hat aus dem unwirklichen Verstandeswesen \u00bbdie Frucht\u00ab die wirklichen Naturwesen, den Apfel, die Birne etc. erzeugt, d.h. er hat aus seinem eignen abstrakten Verstand, den er sich als ein absolutes Subjekt au\u00dfer sich, hier als \u00bbdie Frucht \u00ab vorstellt, diese Fr\u00fcchte geschaffen, und in jeder Existenz, die er ausspricht, vollzieht er einen Sch\u00f6pfungsakt.<br \/>\n    Es versteht sich, da\u00df der spekulative Philosoph diese fortw\u00e4hrende Sch\u00f6pfung nur zuwege bringt, indem er allgemein bekannte. In der wirklichen Anschauung sich vorfindende Eigenschaften des Apfels, der Birne etc. als von ihm erfundne Bestimmungen einschiebt, indem er dem, was allein der abstrakte Verstand schaffen kann, n\u00e4mlich den abstrakten Verstandesformeln, die Namen der wirklichen Dinge gibt; indem er endlich seine eigne T\u00e4tigkeit, wodurch er von der Vorstellung Apfel zu der Vorstellung Birne \u00fcbergeht, f\u00fcr die Selbstt\u00e4tigkeit des absoluten Subjekts, \u00bbder Frucht\u00ab, erkl\u00e4rt.<br \/>\n    Diese Operation nennt man in spekulativer Redeweise: die Substanz als Subjekt, als inneren Proze\u00df, als absolute Person begreifen, und dies Begreifen bildet den wesentlichen Charakter der Hegelschen Methode.\u201c<br \/>\n[Marx\/Engels: Die heilige Familie oder Kritik der kritischen Kritik. Philosophie von Platon bis Nietzsche, S. 48661 &#8211; 48667<br \/>\n(vgl. MEW Bd. 2, S. 60 &#8211; 62)<br \/>\nhttp:\/\/www.digitale-bibliothek.de\/band2.htm ] <\/p>\n<p>Die Kritik ist wesentlich sch\u00e4rfer und auch grunds\u00e4tzlicher als Rorty sie jemals gewagt h\u00e4tte.<br \/>\nDie \u201eFrucht\u201c ist weder \u201eWesen\u201c noch \u201eWahrheit\u201c des Apfels.<br \/>\nNur im Apfel selbst und zwar im einzelnen, konkreten sinnlich fassbaren Apfel kann seine Wahrheit gefunden werden. Und auch die Frage, was an einem Apfel wesentlich ist, kann weder mit Verweis auf die Frucht noch mit Abhandlungen \u00fcber die Idee des Apfels ergr\u00fcndet werden.<br \/>\nDas ist nicht nur eine Absage an die Metaphysik, das ist auch eine Absage an jede Art von Philosophie, die sich \u201e\u00fcber\u201c den Dingen w\u00e4hnt.<br \/>\nAn Geisterbeschw\u00f6rungen, bei denen die konkreten K\u00f6rper unwesentlich werden.<br \/>\nDas Bilden von Abstraktionen ist ein wichtiges Denkwerkzeug.<br \/>\nAber diesen Abstraktionen kommt keine eigene Existenz zu.<br \/>\nZeit existiert nicht ohne Uhren, \u201eObst\u201c nur in Form von \u00c4pfeln und Birnen und anderen Fr\u00fcchten. Ja selbst den \u201eApfel an sich\u201c gibt es nicht, sondern immer nur diesen und jenen Apfel.<br \/>\nWesen und Wahrheit m\u00fcssen im Konkreten gesucht und gefunden werden.<\/p>\n<p>Umgekehrt kann man diese Kritik auch als eine Art \u201eBauanleitung f\u00fcr philosophische Systeme mit Absolutheitsanspruch\u201c lesen.<br \/>\nMan nehme z.B. zwei h\u00f6chst abtrakte Begriffe wie \u201eSein und Zeit\u201c. \u00dcber das Sein l\u00e4sst sich eigentlich nur sagen, dass es ist. Jede andere Konkretion wurde daraus entfernt. Gerade daraus resultiert ja die breite Anwendbarkeit des Allerwelt-Hilfsverbs \u201eist\u201c. Alles, was \u00fcberhaupt existiert hat die Eigenschaft zu sein. Und im Grunde wird hier nur eine leere Abstraktion durch eine andere erkl\u00e4rt.<br \/>\nAlso w\u00e4re: \u201eDas Sein ist\u201c alles was sich zum Thema sagen l\u00e4sst.<br \/>\nWobei wir, was wir sagen, doppelt sagen, denn das Substantiv ist nichts weiter als das ins Substantiv gesetzte Hilfsverb mit Namen \u201eist\u201c.<br \/>\nDamit w\u00e4re alles gesagt, was \u00fcber das Sein zu sagen ist und damit lassen sich nat\u00fcrlich weder B\u00fccher f\u00fcllen noch Lehrst\u00fchle erobern.<br \/>\nAber vielleicht rettet uns ja die Zeit ?<br \/>\nNicht wirklich.<br \/>\nBekanntlich wurde die Zeit ja aus dem Reich der metaphysischen Begriffe, die jeder Erfahrung voraus gehen sollen, gewisserma\u00dfen \u201eeingeboren\u201c sind, auf die platte Erde herunter geholt mit der simplen Feststellung: Damit es eine Zeit gibt, muss es eine Uhr geben. Ohne Uhren keine Zeit.<br \/>\nWas sind Uhren ?<br \/>\nIm weiteren Sinn sind es periodische Prozesse (z.B. Tag, Monat=Mondperiode, Jahr=Sonnenperiode), die durch ihre Periodenl\u00e4nge einen Zeitraum messbar machen.<br \/>\nIm engeren Sinn sind es Maschinen, in denen solche periodischen Prozesse ablaufen und die uns deswegen als Zeitmesser dienen.<br \/>\nDamit aber \u00fcberhaupt Zeit vergeht, m\u00fcssen diesen periodischen Prozessen irreversible Prozesse (z.B. ein Menschenleben) gegen\u00fcber stehen, die durch ihre Irreversibilit\u00e4t einen Zeitstrahl aus dem Gestern \u00fcber das Heute ins Morgen definieren.<br \/>\nDamit h\u00e4tten wir auch dieses Thema ersch\u00f6pft.<br \/>\nUnd immer noch kein Buch in Sicht, das uns lehrstuhlw\u00fcrdig machen w\u00fcrde.<br \/>\nSobald wir nun Sein und Zeit mit einander kombinieren und z.B. das Sein in seiner Gewordenheit untersuchen, begehen wir den gleichen Schwindel, den Marx und Engels bereits ausf\u00fchrlich auf gedeckt haben.<br \/>\nWer \u00fcber das Sein mehr sagt als dass es ist, sagt zuviel.<br \/>\nEr billigt dem Sein mehr Inhalt zu als es seinem Wesen nach hat.<br \/>\nGleichzeitig bleibt er aber im Abstrakten, Vagen.<br \/>\nDas f\u00fchrt aber dazu, dass man das Sein wie ein Gummi in beliebige Richtungen ziehen und dehnen kann und dass daraus dann auch eine ebensolche Beliebigkeit im Inhalt resultiert.<br \/>\nAuf diesem Weg lassen sich dann viele B\u00fccher f\u00fcllen.<br \/>\nOb man aber auch nur ein einziges davon gelesen haben muss um wirklich was von der Welt zu verstehen, ist eine ganz andere Frage.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Version F.052 des Myschkin ist fertig und kann hier:Myschkin_f0.52 heruntergeladen werden. Es ist ein Kapitel dazu gekommen, dass sich mit der &#8222;Heiligen Familie&#8220; von Marx und Engels und vor allem mit der dort gelieferten Dekonstruktion spekulativer Philosophie befasst. Das &hellip; <a href=\"https:\/\/www.walter-altvater.de\/?p=169\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,15],"tags":[5],"class_list":["post-169","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-philosophie","tag-philosophie"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.walter-altvater.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/169","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.walter-altvater.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.walter-altvater.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.walter-altvater.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.walter-altvater.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=169"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/www.walter-altvater.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/169\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":198,"href":"https:\/\/www.walter-altvater.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/169\/revisions\/198"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.walter-altvater.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=169"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.walter-altvater.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=169"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.walter-altvater.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=169"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}